ABGASTEMPERATUR

Die Abgastemperatur ist die am Kesselende (Abgasrohr) gemessene Temperatur.

ABGASVERLUSTE

Darunter versteht man die Wärmeverluste einer Heizungsanlage durch den Schornstein bzw. die Abgasanlage. Je höher der Abgasverlust, desto schlechter ist der Wirkungsgrad der Anlage. Diese Verluste dürfen laut Kleinfeuerungsanlagen- Verordnung (1. BImSchV) einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Für Heizungsanlagen, die vor dem 1. Januar 1998 installiert wurden, gelten Übergangsfristen für die Einhaltung der Abgasverlustgrenzwerte.

BEREITSCHAFTSVERLUST

Der Bereitschaftsverlust ist der Wärmeaufwand, der erforderlich ist, um den Kessel auf einer bestimmten Temperatur zu halten, wenn keine Wärmeleistung abgenommen wird.

BImSchV

BImSchV ist die Abkürzung für die Bundes-Immissionsschutz-Verordnung. In der 1996 novellierten 1.BImSchV wurden niedrigere Grenzwerte für den Abgasverlust bei Heizanlagen festgelegt. Für die meisten Altanlagen gelten dabei Übergangsfristen, die spätestens im November 2004 ablaufen. Danach muss die alte Heizung den neuen Grenzwerten entsprechen – ansonsten droht die behördliche Stilllegung. Der Abgasverlust einer modernen Ölheizung liegt bei regelmäßiger Wartung unter den geforderten Werten. Und durch den deutlich geringeren Heizölverbrauch im Vergleich zu Altanlagen, lohnt sich eine Modernisierung schon heute.

BLAUBRENNER

Seine Arbeitsweise entspricht der des Gelbbrenners, die Flamme ist jedoch bläulich. Die optimale Verbrennung entsteht über die 2 Stufenverbrennung: Vergasen - Verdampfen und Verbrennung der Schwelgase. Vorteil dieses Brennsystems ist die geringe Stickoxid - Bildung.

BLAUER ENGEL

Ein Logo mit einem stilisierten blauen Engel, das von der Jury Umweltzeichen auf Antrag für besonders umweltfreundliche Produkte verliehen wird. Im Bereich von Heizungen wird der Blaue Engel zum Beispiel für Ölbrenner sowie für Öl-Niedertemperaturkessel und für Öl-Brennwertkessen vergeben. Die mit dem Blauen Engel ausgezeichneten Produkte verursachen deutlich weniger Stickoxide und Kohlenmonoxid, als nach den Bestimmung der DIN zulässig wäre.

BRAUCHWASSERSPEICHER

Der Speicher in einer zentralen Heizungsanlage, in dem das zum Verbrauch bestimmte Wasser erwärmt wird, wird Brauchwasserspeicher genannt. Dieser Speicher war früher meist direkt in den Heizkessel integriert, heute wird er oft unter oder über den Heizkessel gesetzt. Immer weitere Verbreitung finden separate Brauchwasserspeicher, die neben dem Heizkessel stehen. Nebenstehende Speicher eignen sich immer dann, wenn größere Mengen an Warmwasser in kurzem Zeitabstand gebraucht werden. Für den Einsatz von Sonnenkollektoren ist der nebenstehende Speicher ein Muss.

BRENNWERT

Unter Brennwert versteht man die gesamte Wärmemenge, die bei der Verbrennung frei wird, dagegen berücksichtigt der Heizwert (siehe Heizwert) nicht die in den Abgasen enthaltene Verdampfungsenergie. Da diese Energie bis vor wenigen Jahren von Heizungsanlagen nicht genutzt werden konnte, wurde und wird der Wirkungsgrad von Heizungsanlagen auf den Heizwert bezogen. Bezogen auf den Heizwert erreichen Brennwertkessel daher zum Teil einen Wirkungsgrad von über 100 Prozent.

BRENNWERTTECHNIK

Mit der Brennwerttechnik ist es möglich, auch den größten Teil der in den heißen Abgasen des Heizkessels vorhandenen Energie noch auszunutzen. Die bei der Verbrennung entstehenden Abgase werden so weit abgekühlt, dass der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert und die dabei freiwerdende Kondensationswärme in den Heizkreis eingespeist werden kann. Moderne Öl-Brennwertkessel können so nahezu die gesamte Brennstoffenergie in nutzbare Wärme umsetzen. Mit Öl-Brennwerttechnik sinkt der Heizölverbrauch im Vergleich zu veralteten Heizungsanlagen um bis zu 40 %. Wegen dieser verbrauchs- und zugleich schadstoffarmen Betriebsweise fördert der Staat den Einbau von Öl- Brennwertkesseln mit zinsgünstigen Darlehen.

DIN

Die DIN Norm 51603 Teil 1 für Heizöl, regelt die mindest Paprameter für Heizöl EL.

EMISSIONEN

Abgabe von Teilchen oder Wellen sowie von verunreinigten Stoffen (z.B. Abgase) an die Außenluft. Für viele gibt es Emissionsgrenzwerte. Sie werden in Tonnen, Kilogramm, Gramm, Milligramm, Mikrogramm angegeben und auf eine Energieeinheit, wie z.B. kWh oder Kilojoule oder das Abgasvolumen bezogen.

ENERGIEEINHEITEN

Nach dem Gesetz über die Maßeinheiten sind nach internationalen Vereinbarungen für Wärmeenergie das JOULE und die KILOWATTSTUNDE festgelegt. Die bisherige Bezeichnung Kilokalorie wird nicht mehr verwandt.

EnEV

Neben der Bundesimmisionsschutzverordnung ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) die wichtigste staatliche Initiative zur Verringerung des Energieverbrauchs und damit der Treibhausgase. Betroffen sind durch die EnEV mehr als zwei Millionen Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 installiert wurden. Sie verbrauchen nach heutigem Standard zu viel Energie und müssen bis spätestens 2006 modernisiert werden. Wurde nach 1978 der Brenner ausgetauscht, endet die Frist erst 2008. Von dieser Regelung sind selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser ausgenommen. Hier muss nach einem Eigentümerwechsel innerhalb von 2 Jahren modernisiert werden.Eine Modernisierung ist allerdings aufgrund der deutlichen Heizkostenersparnis, die mit einer modernen Ölheizungsanlage zu erreichen ist, schon viel früher sinnvoll.

FEUERUNGSLEISTUNG

Die Feuerungsleistung ist die Wärmeleistung, die der Feuerung des Heizkessels mit dem Brennstoff zugeführt wird, wobei der Heizwert H zugrunde gelegt wird.

GELBBRENNER

Ein Brennsystem, dessen äußeres Kennzeichen eine gelbliche Flamme ist. (Optimierungskriterien sind ein hoher Wirkungsgrad und die Reduktion der Schadstoffemissionen.) Gelbbrenner haben einen Marktanteil von über 90%.

HEIZUNGSANLAGENORDNUNG

Diese im Jahr 1978 erlassene und zwischenzeitlich mehrfach überarbeitete Verordnung soll für den Energie sparenden Betrieb der Heizungsanlagen sorgen. Sie macht Vorschriften über die Aufstellung von Heizungsanlagen, über die Regelung, die Wartung, die Verringerung von Wärmeverlusten und nicht zuletzt über die Wärmedämmung von warmwasserführenden Rohrleitungen.

HEIZUNGSREGELUNG

Moderne Heizungsregelungen sind elektronisch gesteuert und ermöglichen die Wärmeerzeugung nach der Außentemperatur, nach Tageszeiten oder nach Wochentagen. Zusammen mit Raumthermostaten oder speziellen Thermostatventilen ist auch eine Regelung nur für bestimmte Räume möglich. Hochwertige Regelungen sind nicht nur komfortabel, sondern vor allem energiesparend.

HEIZWERT

Der Heizwert ist die Wärmemenge, die bei der Verbrennung in Heizgeräten nutzbar gemacht werden kann. Die Qualität der Heizungsanlage ist entscheidend für die optimale Verwertung der Brennstoffenergie.

IMMISSIONEN

Immissionen sind die Einwirkungen der Luftschadstoffe auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Bauwerke, die oft erst weiter entfernt vom Ursprungsort wirksam werden. Deshalb ist bei geplanten örtlichen emissionssenkenden Maßnahmen immer zu prüfen, ob die Luftbelastung nicht durch den weiträumigen Transport von Schadstoffen stark beeinflusst wird.

JAHRESNUTZUNGSGRAD

Kein Heizgerät kann bei der Verbrennung die im Brennstoff enthaltene Energie verlustfrei umwandeln. Die abgegebene Nutzwärme kann aber durch moderne Kessel - Brenner - und Regelungstechnologie bei der Ölheizung bis ca. 90% verwertet werden.

KOHLENDIOXID

Ein farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. Ist ein natürlich vorhandener, für das Pflanzenwachstum unerlässlicher Bestandteil der Luft. Es gibt Hinweise, dass eine steigende CO2 - Konzentration zur Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt.

KOHLENMONOXID

Ein farbloses und geruchloses Gas, das für Mensch und Tier sehr giftig ist. Es verbindet sich aber rasch mit dem Sauerstoff in der Luft und wird zu Kohlendioxid.

KOHLENWASSERSTOFFE

Kohlenwasserstoffe sind unverbrannte Anteile der Brennstoffbestandteile. Diese Schadstoffe sind an der Ozonbildung beteiligt.

NENNWÄRMELEISTUNG

Dieser Wert gibt das Leistungsvermögen eines Wärmeerzeugers in Kilowatt (kW) an. Die Heizungsanlagenverordnung legt fest, dass die maximale Leistung des Wärmeerzeugers für ein Wohngebäude aufgrund einer sogenannten Wärmebedarfsberechnung bestimmt wird, damit überdimensionierte, unwirtschaftliche und damit vor allem auch Heizungsanlagen mit hohem Schadstoffausstoß vermieden werden.

NIEDERTEMPERATURTECHNIK

Die meisten neuinstallierten Ölheizungen arbeiten auf Basis der Niedertemperaturtechnik. Der wesentliche Vorteil gegenüber konventionellen Anlagen liegt in der gleitenden Kesselwassertemperatur: Während veraltete Heizkessel immer eine fest eingestellte Kesselwassertemperatur von bis zu 90 °C besitzen, wird bei einer Ölheizung mit Niedertemperaturtechnik die Kesselwassertemperatur abhängig von der Außentemperatur reguliert. Sie liegt bei nur 40 bis 75 °C. Das senkt natürlich den Energieverbrauch: Sie sparen so bis zu 30% an Heizöl im Vergleich zu alten Anlagen.  Moderne Öl-Niedertemperaturkessel erreichen dazu eine Energieausnutzung von deutlich über 90%.

NUTZUNGSGRAD

Der Nutzungsgrad bezeichnet die Menge an Energie in Prozent, die ein Wärmeerzeuger während einer Heizperiode tatsächlich in nutzbare Heizwärme umsetzen kann. Um mehrere Anlagen miteinander vergleichen zu können, wird nach DIN unter vorgegebenen standardisierten Bedingungen der (Norm-)Nutzungsgrad bestimmt. Wärmeerzeuger von Markenherstellern erreichen heute meist einen Nutzungsgrad zwischen 92 und 96 Prozent.

OZON

Dieses Gas entsteht durch Einwirkung ultravioletter Strahlung auf die obere Erdatmosphäre. Es wird aber auch in den erdnahen Schichten bei gleichzeitigem Auftreten von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen unter Sonneneinstrahlung gebildet.

ROHRDÄMMUNG

Zur Dämmung von Warmwasser führenden Rohren macht die Heizungsanlagenverordnung genaue Vorschriften. Die Einhaltung der Bestimmungen ist auch im Interesse des Bauherrn, weil nur dann die Energieverluste auf Dauer begrenzt werden.

SCHWEFELDIOXID

Schwefeldioxid Entsteht aus dem Brennstoffschwefel und wurde bis vor einiger Zeit als Leitsubstanz für Luftverunreinigung angesehen (Jetzt NOx). Durch Verwendung schwefelarmer Brennstoffe und durch den Einbau von Filteranlagen in Großfeuerungen ist die Schwefelbelastung in Österreich erheblich zurückgegangen, sodass der behördliche Grenzwert fast überall unterschritten wird. Schwefeldioxid spielt allerdings beim weiträumigen Transport von Luftschadstoffen noch eine gewisse Rolle.

STAUB UND RUSS

Die moderne Ölheizung erreicht die Rußziffer Null; das bedeutet, dass die Abgase frei von messbarem Staub und Ruß sind.

STICKOXIDE

Diese Gase können bei hohen Konzentrationen zur Erkrankung und bei kombinierten Einwirkungen mit anderen Schadstoffen zur Schädigung von Pflanzen führen.

STRAHLUNGSVERLUSTE

Verluste, die durch Abstrahlung von Kessel, Boiler, Rohren und Ventilen an die Umgebung abgestrahlt werden, ohne dem Wärmeträger von Nutzen zu sein.

TANKSYSTEME

Ein großer Vorteil der Ölheizung ist die Unabhängigkeit beim Heizölkauf. Sie können selbst entscheiden, wann und wieviel Heizöl Sie zu einem günstigen Preis kaufen. Möglich macht das der Öltank, in dem Sie immer Wärme auf Vorrat lagern. Grundsätzlich können Sie sich zwischen zwei Lösungen entscheiden: Ein Tank im Haus oder ein Erdtank. Ein Tank im Haus benötigt zusammen mit der Heizungsanlage zwischen 3 und 5 m2 Platz. Den Tank können Sie sich auch maßgeschneidert auf die räumlichen Gegebenheiten Ihres Kellers anfertigen lassen. So kann z.B. der Tank unter der Kellertreppe versteckt werden. Bei doppelwandigen Tanksysteme ist auch keine öldichte Auffangwanne mehr erforderlich. Noch Platz sparender ist ein Erdtank. Die Heizung im Haus benötigt hier nur noch 1 m2. Der Erdtank ist immer doppelwandig und besteht aus Stahl oder mit Glasfaser verstärktem Kunststoff. Er ist zusätzlich mit einem Leckwarnanzeigegerät ausgestattet. Ob Erdtank oder ein Tank im Haus: Alle modernen Tanksysteme sind langlebig, korrosionsbeständig und überzeugen durch ihre Sicherheitsausstattung: Ein Grenzwertgeber schützt vor Überfüllung beim Betanken und der Füllstandsanzeiger zeigt Ihnen immer zuverlässig den Heizölvorrat an.

UMWÄLZPUMPE

Das Heizwasser in modernen Heizungsanlagen wird heute fast ausschließlich durch Pumpen umgewälzt. Umwälzpumpen können sich deutlich im Stromverbrauch unterscheiden. Moderne Regelungstechnik sorgt dafür, dass die Umwälzpumpe immer nur dann in Betrieb ist, wenn Heizwärme gebraucht wird.

VERBRENNUNG

Die Verbindung von brennbaren Elementen mit Sauerstoff, Erdöl und Erdgas setzen sich fast ausschließlich aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff zusammen, bei der Verbrennung werden daher Kohlendioxid und Wasser freigesetzt. Durch unvollständige Verbrennung entstehen auch Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Ruß.

VERBRENNUNGSLUFT

Für die Verbrennung von 1 L Heizöl oder 1 m3 Erdgas werden bis zu 12 m3 benötigt. Staubteilchen werden mit in den Brenner gesaugt und behindern dort die Verbrennung. Achten Sie daher schon bei der Planung darauf, dass der Heizkeller möglichst staubfrei gehalten werden kann, also nicht als Bastelkeller oder zum Wäschetrocknen genutzt wird. Ausdünstungen von Farben und Lösungsmitteln können ätzend auf die Stahlflächen im Heizkessel wirken und sie auf diese Weise schädigen.

WARTUNG

Damit die Heizung reibungslos funktioniert, muss sie regelmäßig gewartet werden. Die Heizungsanlagenverordnung schreibt eine jährliche Wartung sogar zwingend vor. Dabei müssen Rußablagerungen im Kessel entfernt und die Brennereinstellungen überprüft werden. Die regelmäßige Wartung gewährleistet einen geringen Schadstoffausstoß und sparsamem Betrieb.

WIRKUNGSGRAD

Der Wirkungsgrad gibt an, wie viel Prozent ein Heizkessel (oder ein Sonnenkollektor) der eingesetzten Energie in Wärme umsetzt. Für den Vergleich von Heizanlagen wird der Normnutzungsgrad bestimmt (siehe Nutzungsgrad).

ZIRKULATIONSLEITUNGEN

Dies sind ringförmig verlegte Rohrleitungen, in denen das erwärmte Brauchwasser zirkuliert. So steht an allen Entnahmestellen sofort warmes Wasser zur Verfügung und nicht erst nach dem kalten Vorlauf. Die Zirkulation des Wassers verbraucht laufend Pumpenstrom und erhöht die Wärmeverluste. Bei sehr kurzen Rohrleitungen kann man auf Zirkulationsleitungen verzichten, in allen anderen Fällen durch eine Zeitschaltuhr die Zirkulation auf bestimmte Tageszeiten beschränken.